Berliner Schloss / Humboldt-Forum

Berliner Extrablatt Nr. 87, April 2017 zum Energiekonzept:

„Das gesamte Gebäude wurde nach der Energieeinsparverordnung 2009 berechnet. Der Wert für den Primärenergiebedarf unterschreitet den zulässigen Wert um mehr als 30 %. Das war Vorgabe des Bundesbauministeriums. Dies wird einerseits erreicht durch einen baulichen Wärmeschutz, der deutlich besser als die Werte des Referenzgebäudes der EnEV 2009 ist. Andererseits wird das Gebäude (mit einer Nennleistung von im Wesentlichen durch Fernwärme versorgt. Dabei nutzt das Gebäude das in der Nähe gelegene Kraftwerk Mitte, das eines der modernsten Kraftwerke Europas ist. Zusätzlich zur Fernwärme ist die Nutzung der oberflächennahen Geothermie zur Wärme- und Kälteversorgung geplant. So kann der Aufwand an Kompressionskälte für die Dauerverbraucher, wie die Kühlung von Elektro- und Serverräumen, durch den Einsatz der Geothermie reduziert werden. Es werden nördlich des Gebäudes zwei Erdsondenfelder mit insgesamt 225 Erdwärmesonden erschlossen und 92 Gründungspfähle aktiviert. Zur weiteren Absicherung der Kälteversorgung der Museumsflächen und zur Reduzierung der elektrischen Leistungsspitze des Humboldt Forums wird ein Eisspeicher installiert. Die gesamte installierte Kälteleistung beträgt fast 3.000 kW (mit Eisspeicher 5.300 kW).“

Foto © Berlin Palace – Humboldtforum Foundation / Hi.Res.Cam GmbH

GTN-Leistungen:

  • Numerische Simulation der Geothermieanlage
  • wasserrechtliche Genehmigungsverfahren
  • Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung für die Geothermie, die Fernwärmeübertragung (4.800 kW), Wärmepumpen (1.200 kW), für die Kälteerzeugung und Eisspeicherung, für die adiabate Rückkühlung der Kältemaschinen und die Freie Kühlung sowie die Kälteverteilung und -übergabe (Konvektoren, BTA, Lüftungsgeräte) und die Wärmeverteilung

 

2019
Eröffnung
83.000 m² 
Geschossfläche
590 Mio  € 
Budget

“Sustainability and energy savings are key elements in this building project. Traditional energy-saving technique is utilised, as well as geothermal power, in order to reduce the use of carbon fuels and the emission of carbon dioxide (CO2). In this project, we will make good use of our experience with similar large projects, e.g. in the historic Reichstag building in Berlin.”

Gerd Möllmann

Projekt Manager