Geochemische Modellierung

Das Verhalten von geothermalen Fluiden in Folge von Auskühlung und Druckabsenkung sowie die relevanten Fluid-Gesteins-Wechselwirkungen werden in geochemischen Studien dokumentiert. Somit können Vorgaben für die Betriebsführung und den Bau geothermaler Anlagen gemacht werden (Materialauswahl, Druckbeaufschlagung).

Auf Basis von realen Wasseranalysen oder einer prognostischen Fluidzusammensetzung erfolgen geochemische Analysen mit Hilfe verschiedener Computerprogramme wie z.B. PhreeqC. Damit kann das Lösungs- und Ausfällungspotential der Wässer bei unterschiedlichen Betriebsphasen modelliert werden. Somit können die Auswirkungen auf den Aquifer und die obertägige Anlage vorhergesagt werden. Auf Basis dieser Modellierungen ist es möglich, die Materialauswahl des Thermalwasserkreislaufes zu optimieren und die für den Betrieb notwendigen Anlagendrücke zu ermitteln. Weiterhin ist es notwendig, die maximal und minimal möglichen Injektionstemperaturen zu ermitteln.

 

GTN bietet das gesamte Spektrum der geochemischen Modellierung an:

  • Erfassung und Prüfung wasser- und gaschemischer Daten
  • Prognose von Fluid- und Gaszusammensetzung
  • Geochemische Modellierung der Fluid-Mineralgleichgewichte
  • Ausfällungs- und Lösungsverhalten von Wässern bei sich ändernden p/T-Bedingungen
  • Berechnung relevanter physikalischer Parameter (Dichte, Viskosität etc.)
  • Berechnung der Entlösungsdrücke entsprechend Zusammensetzung und Konzentration der Gase
  • Vorgaben für den Betrieb geothermischer Anlagen (Drücke, Temperaturen, Materialauswahl)

Im Aquifer stehen Minerale im geochemische Gleichgewicht zum Grundwasser. Im geothermischen Betrieb werden die Temperatur- und Druckbedingungen geändert, so dass Minerale zur Ausfällung oder Wässer zur Korrosion neigen. Die Geochemische Modellierung bildet diese Prozesse ab.

Markus Wolfgramm